Fliege fort! Fliege fort!

Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Die Zeit der Samenernte beginnt. Sofern die Gärtnerin die Samen erwischt, denn viele sind mit dem Wind unterwegs. Zum Beispiel die vom Echten Alant (Inula helenium). Der Zwei-Meter-Riese unter meinen Stauden blüht im Juli leuchtend gelb. Nun reifen die Samen. Jedes Samenkorn ist mit seinem eigenen kleinen Fallschirm ausgestattet. …

Herbstzeitlosen-Klimawandel

Sieht aus wie ein Krokus ist aber keiner. Jetzt beginnt die Blütezeit der Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale). Im vergangen Jahr hat der Regen ihre Blüten „verplatscht“. In diesem Jahr brennt bei uns im Norden die Sonne Ende August unbarmherziger als in so manchem Frühsommer. Vor wenigen Tagen haben sich die ersten Knospen aus dem vermeintlich leeren …

Alpenveilchen-Zauber

Ich konnte nicht widerstehen: Beim Besuch in Arborteum in Ellerhoop habe ich in der dortigen Gärtnerei drei Alpenveilichen erworben. Genau heißt die Pflanze Efeublättriges Alpenveilchen oder Herbst-Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium). Im Arboretum wachsen sie unter Baumscheiben und stehen gerade in voller Blüte. Im Netz habe ich gelesen, dass die Pflanzen zu den Cyclamen-Arten, gehört, die „am einfachsten …

Besser spät als zu früh

Es gibt Pflanzen, die fangen erst an zu blühen, wenn die Tage wieder kürzer werden. Dazu gehört die Topinambur (Helianthus tuberosus). An diesem Wochenende hat die erste Knospe sich geöffnet. Als sogenannte Kurztagspflanze blüht Topinambur erst, wenn für gut zwei Wochen die Tageslänge bei unter 13 Stunden liegt. Gerade um diese Jahreszeit im Garten finde …

Leckermaul mit schrägem Geschmack

Unser Pflaumenernte fällt in den meisten Jahren aus, weil die Natur schneller ist. Wespen knabbern an den Früchten bevor sie reif werden, kleine weiße Würmer laben sich an dem süßen Fruchtfleisch, Pilze dringen ein, die Pflaumen verschimmeln und fallen auf den Boden. Das Fallobst entwickelt sich bei sonnigem Wetter zu einer Attraktion für Schmetterlinge: Der …

Aufgerüstet

Disteln kommen so waffenstarrend daher, als würden sie jederzeit einen Angreifer mit gefräßigem Maul erwarten. Ganz besonders gilt das für ihre Knospen der Kugeldistel (z.B. Echinops banaticus). Die sind so wehrhaft, dass man sie ohne Handschuhe nicht berühren möchte (Foto oben). Ein paar Tage später bietet sich peu á peu ein anderes Bild. Für Insekten …

Rote Sternschnuppen

Die erste Runde Montbretien (Crocosmia) ist schon lange verblüht. Nun ist die zweite dran. Die Blüten sind etwas kleiner, die Samenkapseln auch und die Farbe der Blüte geht mehr ins Orangerot. Die Pflanzen sind etwas zierlicher, aber ebenfalls leuchtende Hingucker im Garten. Im Sommergarten dürfen winterharte Montbretien nicht fehlen, auch wenn sie keine heimischen Pflanzen …

Heißer Feger

Müsste ich den Gefleckten Aronstab (Arum maculatum) beschreiben, fiele mir als erstes das Wort unscheinbar ein. Grün schimmernd wächst er auf feuchten, schattigen Waldböden und blüht recht unscheinbar im frühen Frühjahr. Und doch ist er ein heißer Feger, denn in seinen Blüten ist es bis zu 35 Grad wärmer als die Außentemperatur. Die Wärme der …

Geliebte Kratzbürste

Wenn meine Großmutter ein Mann attraktiv fand, nannte sie ihn ein „staatsches Mannsbild“. Dann wussten wir: Er ist groß, stattlich und sieht gut aus. Daran muss ich denken, wenn ich die „staatsche“ Kardendistel (Dipsacus fullonum) in meinem Garten bewundere. Es ist das erste Mal, dass sie auf meiner kleinen Wiese blüht. Vielleicht hat der nasse …

Blaues Spätsommer-Wunder

Manche Pflanzen sind Spätenwickler. Sie brauchen einige Zeit im Garten, bis sie ihr ganzes Potential präsentieren. Das Wunder von Stäfa gehört dazu. In Gartenkreisen gilt die Pflanze als „Paradepferd“ unter den Astern. Der Schweizer Staudenzüchter Carl Frikart kreuzte dafür die heimische Aster amellus mit der amerikanischen Aster thomsonii. Seit 1920 ist das blaue Spätsommer-Wunder auf …