„Das wird ein Super-Sommer“ verkündete kürzlich einer unserer obersten Mahner. Als Vorgeschmack habe ich Fotos von meiner kleinen Wiese angeschaut und dabei das Bild oben von den Wiesen-Margeriten (Leucanthemum vulgare) entdeckt, die jedes Jahr üppiger vor unserem Haus blühen. Meine kleine Wiese hinter dem Haus geht diesen Sommer ins vierten Jahr. Wie ich mich darauf freue!
Der Gewöhnliche Hornklee (Lotus corniculatus) ist eine typische heimische Wiesenpflanze. Weil er einen Meter tief wurzelt, kann ihm auch ein trockner Sommer nichts anhaben.

Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) ist als Kosmopolitin nahezu weltweit verbreitet, blüht bis in den Herbst und ist bei der Standortwahl nicht wählerisch. Man findet sie auf Wiesen und Äckern, an Weg- oder Waldrändern, auf meiner kleinen Wiese sowieso.

Am liebsten sind mir die Kuckucks-Lichtnelken (Silene flos-cuculi oder Lychnis flos-cuculi). Wenn sie im Mai und Juni blühen, ist meine Wiese ein zartrosa gesprenkelter Traum.

Die filigranen Blüten von Gräsern entdeckt man erst auf den zweiten Blick, vor allem wenn sie wie das Kammgras (Cynosurus cristatus) zu den niedrig wachsenden Untergräsern gehören.

Der Hochsommer ist die Zeit der Wilden Möhre (Daucus carota). Sie wird mehr als einen Meter hoch, ist zweijährig, muss sich also immer wieder aussäen.

Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) umgibt seine Blüte mit einem Ring aus Staubgefäßen. Ich stelle mir vor, dass sie das Vorbild für das Tutu der Tänzerin Marie Taglioni waren, die 1832 mit zum ersten Mal mit einem kurzen Tüllrock auftrat.
